Gebetsfahnen "Lungta"
Gebetsfahnen sind in den Bergen des Himalaya überall auf den Pässen und Berggipfeln zu sehen. Sie tragen die Farben blau, gelb, rot, grün und weiß, die für die fünf Elemente - Luft, Erde, Feuer, Wasser und Raum - stehen. Gebetsfahnen sind mit buddhistischen Motiven, Texten und Mantras bedruckt, die sie mit dem Wind in die Welt hinaustragen.
Das Tibetische Windpferd "Lungta" ist ein altes tibetisch-buddhistisches Symbol für eine kraftvolle Energie:
schnell, oft unvorhersehbar und überall eindringend wie der Wind, doch dabei stark, kraftvoll und mit der Erde
verbunden. Im Winde flatternd oder mit Gedanken in den Wind geworfen senden Lungtas unaufhörlich heilvolle
Energien, positive Erwartungen und Hoffnungen, segensreiche Mantras und Gebete aus.
Der Wind ist wie das Chi die Lebensenergie, welche der Materie Leben gibt, für die Tibeter ein Symbol für Bewusstheit.
Das Pferd ist stark und mit der Erde verbunden, es ist Bote und Vermittler zwischen Himmel und Erde.
Neben diesem Motiv zeigen die Gebetsfahnen aber auch andere tibetische Gottheiten wie z.B. die weibliche Schutzgöttin
Tara oder Avalokiteshvara, den Bodhisattva des Mitgefühls.
Sowohl für den der sie aufhängt als auch für den Kreis für den diese Praxis ausgeführt wird, unsere Freunde, unsere Umwelt oder Personen, mit denen wir Konflikte haben, wirken Gebetsfahnen sehr heilsam. Sie können uns dabei helfen, jenen transformierenden Zustand des Geistes zu erreichen, bei dem sich sogar Hindernisse als unterstützende Situationen auf dem Weg herausstellen.
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